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Kurtz Ersa Magazin

 
 
 
Best Practice: Rohde & Schwarz

Automatisierter Schritt zu mehr Qualität!

In der Leiterplattenbestückung setzt Rohde & Schwarz in seiner tschechischen Niederlassung seit Mitte 2017 auf eine Technologie, über die noch kein anderes Werk des Kommunikationstechnik-Experten verfügt: das automatische Selektivlöten bedrahteter THT-Bauteile. Rohde & Schwarz-Mitarbeiter Václav Wirth stellt die neue Technologie vor.

Bestückte Leiterplatten enthalten zwei Grundtypen von Komponenten: (nichtbedrahtete) SMT und (bedrahtete) THT. Die nichtbedrahteten Komponenten werden auf automatisierten Montagelinien gelötet, die bedrahteten Komponenten sind manuell oder mit der Welle zu löten. Damit verbunden sind Komplikationen und Einschränkungen: Manuelles Löten ist langsam und ein instabiler Prozess, die daraus resultierende Qualität hängt von der Erfahrung des Operators ab. Nur einseitige Platten können automatisch auf der Welle gelötet werden – ein spezielles Werkzeug ist erforderlich, um doppelseitige Platten zu löten. Die Herstellung eines solchen Tools ist zeitaufwändig, für einige Baugruppen sogar unmöglich.

 

Platzieren und Einlöten ohne Spezialwerkzeug

Vaclav Wirth, Technologe bei Rohde & Schwarz (Vimperk)
Vaclav Wirth, Technologe bei Rohde & Schwarz (Vimperk)

Das war bislang Stand der Dinge hinsichtlich LP-Bestückung bei Rohde & Schwarz. Die neu erworbene Selektivlöt-Technologie hingegen ermöglicht nun das automatische Platzieren und Einlöten bedrahteter Komponenten ohne spezielles Werkzeug. Praktisch bedeutet das: Es lassen sich jetzt Baugruppen automatisiert löten, die nicht mit der Welle lötbar waren und von Hand gelötet werden mussten. Das neu installierte System verarbeitet drei grundlegende Fertigungsschritte vollständig automatisch. Erstens: Flussmittelauftrag auf die Lötstelle. Zweitens: Vorheizung der Baugruppe auf die gewünschte Temperatur. Drittens: Es wird gelötet.


Über den Kauf von Selektivlöttechnik wurde seit langem bei Rohde & Schwarz nachgedacht. Entscheidender Impuls war der Besuch der Productronica im Herbst 2015. Dort bestätigte sich, dass man mit den Investitionsüberlegungen auf der richtigen Spur war. Im Januar 2017 begannen die Suche nach potenziellen Lieferanten und erste Vergleiche. Fünf Unternehmen kamen in die Vorauswahl, dann machte sich eine Abordnung auf den Weg, um ausgewählte Rohde & Schwarz-Produkte vor Ort auf zwei nominierten Anlagen zu testen – die schwierigste Phase des gesamten Projekts!

Ersa VERSAFLOW 4/55 macht das Rennen

Maschinenbediener an der Ersa VERSAFLOW 4/55 - Foto: Vaclav Wirth
Maschinenbediener an der Ersa VERSAFLOW 4/55 - Foto: Vaclav Wirth

Am Ende überzeugten die Leistungsfähigkeit und der modulare Aufbau der Ersa Selektivlötsysteme – nicht zu vergessen der verbindliche Auftritt des gesamten Ersa Teams. Die Entscheidung lautete: VERSAFLOW 4/55. Die Technologie wurde innerhalb kürzester Zeit in die Produktionslinie integriert und ist seitdem problemlos in Betrieb. Was waren die mit dem Einsatz der Selektivlöt-Technologie verbundenen Ziele? Verbesserung der Produktqualität, Reduzierung der Fehleranzahl und Senkung der Betriebskosten. Alle Anforderungen haben sich ohne Abstriche erfüllt, die Entscheidung für die Ersa Selektivlötanlage war goldrichtig!

 

 
 

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