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Kurtz Ersa Magazin

 
 
 
Kooperation Institute

Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen

Nachhaltigkeit und effizienter Umgang mit Ressourcen bilden aktuell einen Schwerpunkt in der Forschungs- und Entwicklungspolitik – auch bei der Kurtz GmbH. Um hier weitere externe Kompetenzen zu erhalten, sind wir besonders im Bereich Forschung und Entwicklung in stetigem Austausch mit unterschiedlichen Partnern, vor allem aus der angewandten Forschung. In Zusammenarbeit mit anerkannten unabhängigen Forschungseinrichtungen, wie dem Fraunhofer Institut für Chemische Technologie oder der Neue Materialien Bayreuth GmbH, profitieren wir als Kurtz GmbH von einem gegenseitigen Transfer durch eine enge Zusammenarbeit mit diesen externen Experten.

Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT), 1959 gegründet und in Pfinztal nahe Karlsruhe ansässig, forscht vor allem in den Bereichen Chemische Prozesse, Energiesysteme, Neue Antriebssysteme, Explosivstofftechnik und Kunststofftechnologie. Gut ausgestattete und unter neuesten Erkenntnissen der Sicherheits- und der Energietechnik ausgerüstete Labore sowie alle in der Forschung notwendigen Analyse- und Testverfahren sind am Fraunhofer ICT etabliert. Aktuell gilt der Fokus im Bereich Schaumstoffe der Herstellung von Compounds auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

 

Das Fraunhofer ICT verfügt über einen RF WAVE FOAMER C, mit dem im Laborbetrieb die Verarbeitung von Partikelschäumen mittels RF-Verschweißung möglich ist.

Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) ist eine außeruniversitäre Landesforschungseinrichtung des Freistaats Bayern, die sich mit anwendungsnaher Werkstoff- und Verfahrensentwicklung für Kunststoffe, Verbundwerkstoffe und Metalle beschäftigt. Arbeitsschwerpunkte sind die Entwicklung neuartiger Leichtbauwerkstoffe und zugehöriger Verfahrensprozesse sowie die Aufklärung zugrunde liegender Prozessstruktur und Eigenschaftsbeziehungen. Ein Fokus liegt dabei auf maßgeschneiderten Formteilen aus geschäumten und faserverstärkten Kunststoffen sowie darauf basierenden Sandwichverbunden. Für die Entwicklung praxisnaher Lösungen stehen ein Technikum mit modernster Anlagentechnik im Industriemaßstab und ein gut ausgestattetes Labor zur Verfügung. Unter anderem besteht die Möglichkeit der Verarbeitung von extrusions- und autoklavgeschäumtem Rohmaterial über Vorschäumer und Formteilautomaten.

 

NMB verfügt aktuell über einen Vorschäumer X-3, einen ENERGY FOAMER sowie einen RF WAVE FOAMER C im Laborbetrieb.

Weg vom Wasserdampf: Die neue Technologie nutzt Radiofrequenz für die Versinterung von Schaumbeads zu Formteilen – mit Schmelzpunkten bis über 240 °C rücken komplett neue Anwendungsmöglichkeiten in den Blick, etwa als Dämmstoffe, Verpackungen und im Leich
Weg vom Wasserdampf: Die neue Technologie nutzt Radiofrequenz für die Versinterung von Schaumbeads zu Formteilen – mit Schmelzpunkten bis über 240 °C rücken neue Anwendungs-Möglichkeiten in den Blick, etwa als Dämmstoffe, Verpackungen und im Leichtbau für die Mobilität

Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit ICT und NMB ist die Weiterentwicklung des RF-Verfahrens, eines besonders umweltfreundlichen Prozesses zur Verschweißung von Partikelschäumen. Hierbei stehen zum einen bekannte Schäume wie EPS, EPP, E-TPU etc. im Fokus, weiterhin werden aber auch Partikelschäume betrachtet, die bisher gar nicht verschweißbar waren. Die Forschungseinrichtungen unterstützen uns mit der Herstellung entsprechender Probekörper, deren Charakterisierung und mit der anschließenden Auswertung der gewonnenen Ergebnisse.

 

Hierbei nutzen wir als Kurtz GmbH die zusätzlichen Ressourcen und Möglichkeiten, die uns die dort ansässigen Labore bieten. Dies erlaubt zum Beispiel eine schnelle Durchführung unterschiedlicher Vorschäumprozesse, aber auch Materialmodifikationen, um maßgeschneiderte Partikelschaum-Eigenschaften zu erzielen, die wiederum zur Optimierung unseres RF-Prozesses beitragen. Aber auch Grundlagenversuche auf Basis von Kompaktmaterialien spielen eine maßgebliche Rolle. So können bereits auf Zellbasis des Partikelschaumes Rückschlüsse auf dessen Verarbeitungsverhalten getroffen werden. Diese Informationen können anschließend in unsere gemeinsame Prozesssimulation einfließen und ermöglichen damit letztlich einen optimierten Verarbeitungsprozess.

Die Beteiligten möchten ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen öffentlich geförderter Entwicklungsprojekte vertiefen. Dabei sollen auch die Kompetenz von Anwendern aus den Bereichen Automobil und Verkehr, Energie und Umwelt sowie Chemie und Verfahrenstechnik einfließen. In diesen Projekten übernimmt oftmals die Forschungseinrichtung die Koordination, die Kurtz GmbH ist Partner als Maschinenbauer und Experte zur Herstellung von Formteilen.

 
 

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