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Kurtz Ersa Magazin

 
 
 
Best Practice: Ka-Ro

Überzeugendes Probelöten auf ganzer Linie

Ka-Ro electronics setzt auf Ersa VERSAFLOW 4/55

Vorteile des Selektivlötens gegenüber dem Wellenlöten: verbesserte Qualität, höhere Prozesssicherheit, geringerer Energie- und Lotverbrauch, reduzierter thermischer Stress für die Leiterplatte und größere Gestaltungsmöglichkeiten pro Lötstelle. Inwieweit eine Selektivlötanlage den Kundenanforderungen entspricht, zeigt der Ersteinsatz vor Ort – oder das Probelöten direkt beim Maschinenhersteller. Die Ka-Ro electronics GmbH stand vor dem Umstieg auf Selektivlöttechnologie, vereinbarte ein Probelöten und war am Ende komplett überzeugt von der VERSAFLOW 4/55.

Im Einsatz nach erfolgreichem Probelöten bei Ka-Ro electronics: Ersa VERSAFLOW 4/55
Im Einsatz nach erfolgreichem Probelöten bei Ka-Ro electronics: Ersa VERSAFLOW 4/55

Das Portfolio des 1987 gegründeten Aachener EMS-Dienstleisters wurde 2000 um den Produktbereich „Computer on Module“ erweitert. Drei hochmoderne Fertigungslinien sowie mehrstufige Qualitätskontrollen ergeben eine monatliche Fertigungskapazität von über 16 Mio. Elektronikbauteilen. Das Full-Service-Angebot reicht von Entwicklung über Prototypenfertigung bis zur Serienproduktion. Im Geschäftsjahr 2019 wurden über ein weltweites Händlernetz mehr als 2.000 Kunden mit ca. 350.000 Modulen beliefert. Computer on Modules (CoM) sind kleine Embedded Computer, die auf ein Trägerboard gelötet oder gesteckt werden. Alle relevanten Funktionseinheiten eines vollwertigen Computers –Prozessor- und Grafikeinheit, Arbeits- und Programmspeicher, Kommunikationsschnittstellen – befinden sich auf den Ka-Ro Modulen, die insbesondere für Mobil-Anwendungen im industriellen, medizinischen und Prüfgerätebereich optimiert sind.

 

Vor allem für den Prototypenbau wird auch ein Ersa HR 600 Reworksystem eingesetzt, um die Wertschöpfung der immer komplexer werdenden Elektronikbaugruppen zu erhalten
Vor allem für den Prototypenbau wird auch ein Ersa HR 600 Reworksystem eingesetzt, um die Wertschöpfung der immer komplexer werdenden Elektronikbaugruppen zu erhalten

Wirtschaftliches Selektiv-Produzieren

Die bisherige Wellenlötanlage der THT-Fertigung sollte aufgrund gestiegener Anforderungen ersetzt werden. „Unsere Wellenlötanlage war optimal für rein THT-bestückte Baugruppen. Heute, mit zweiseitig bestückten Baugruppen, kommen wir um Selektiv nicht herum, um weiter wirtschaftlich zu produzieren“, sagt Thomas Wahnberger, Bereichsleiter THT/Prüffeld bei Ka-Ro.

 

Mit der Selektivlöttechnologie sollte die hohe Produktqualität weiter optimiert und ein höherer Durchsatz erreicht werden. Nach Erstkontakt auf der Productronica kam man schnell auf die VERSAFLOW 4/55. Eine Besonderheit der modular aufgebauten Maschinengeneration ist der zweite Tiegel, der sich automatisch in Y-Richtung einstellt, sich dadurch dem Produktnutzen anpasst und höheren Durchsatz ermöglicht.

Aufgrund ihres modularen Aufbaus kann die bei Ka-Ro eingesetzte  VERSAFLOW 4/55 jederzeit erweitert werden – damit wird sie noch  flexibler und ist auch für ein steigendes Auftragsvolumen gewappnet
Aufgrund ihres modularen Aufbaus kann die bei Ka-Ro eingesetzte VERSAFLOW 4/55 jederzeit erweitert werden – damit wird sie noch flexibler und ist auch für ein steigendes Auftragsvolumen gewappnet

Um anhand einer eigenen Baugruppe abzuklären, welche Optionen notwendig sind, kam ein Ka-Ro Team zum Probelöten nach Wertheim. Zunächst wurden alle relevanten Daten für die Taktzeit aufgenommen, da bei Selektivanlagen der langsamste Prozess die Taktzeit bestimmt. Dann nahm man die Teilbereiche Fluxen, Vorheizen und Löten einzeln in den Fokus. „Beim Probelöten lernen Kunden die Maschine unter realen Bedingungen kennen. Sie werden von Beginn an in den Entstehungsprozess des Lötprogramms bzw. die Einstellung der Parameter für ihre Anwendungen einbezogen und erfahren so verschiedene Möglichkeiten“, erklärt Ersa Area Sales Manager Philipp Haar.

Mit jahrelanger Erfahrung zum idealen Lötergebnis

Ka-Ro Standort in Aachen
Ka-Ro Standort in Aachen

Der transparente Ablauf ohne genaue Baugruppen-Vorabinformation ist laut Philipp Haar ein Alleinstellungsmerkmal für Ersa, bei dem es in über 90 Prozent zum Abschluss kommt. Diese Vorgehensweise ist auch Herausforderung – die Applikationsingenieure wissen morgens nicht, welche Lötaufgaben mittags zu lösen ist. Der Schlüssel dazu: Jahrelange Erfahrung plus Prozess-Know-how führt zum einwandfreien Lötergebnis.

 

Für das Ka-Ro Team war der Tag im Application Center entscheidend: „Wir hatten einen EMS-Fertigungsauftrag dabei, über den wir vorab keine Informationen mit Ersa ausgetauscht hatten. Das Löten vor Ort hat super funktioniert, das hat uns überzeugt“, erklärt  Thomas Wahnberger. Dank modularem Aufbau ist die bei Ka-Ro eingesetzte VERSAFLOW 4/55 jederzeit erweiterbar für noch mehr Flexibilität oder ein steigendes Auftragsvolumen. Die Zufriedenheit mit Systemlieferant Ersa zeigt auch der Einsatz eines Ersa Reworksystems HR 600/2, das Ka-Ro vor allem für den Prototypenbau einsetzt. „Kompetente Ansprechpartner, transparente Kommunikation und qualitätssteigernde Ergebnisse – das Gesamtpaket Ersa hat uns begeistert und das Feedback unserer Kunden bestätigt, dass wir mit dieser Investition eine gute Entscheidung getroffen haben“, fasst Thomas Wahnberger zusammen.

Ka-Ro electronics GmbH auf einen Blick:

  • gegründet 1988 in Aachen
  • 2019: weltweit über 2.000 Kunden und 350.000 Module jährlich
  • 3 hochmoderne Fertigungslinien für 16 Mio. Elektronik-Bauteile monatliche Fertigungskapazität
 
 
 

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