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Kurtz Ersa Magazin

 
 
 
Altun Döküm + Kurtz

Mit Abstand die beste Wahl

Kurtz Niederdrucktechnik setzt sich in der Türkei durch

Gemeinsam haben Kurtz und Korkmaz Çelik ein Niederdruckgussprojekt für den türkischen Zulieferer Altun Döküm Sanayi A.Ş. abgeschlossen. Mit jährlich 1.800 t Aluminium Gießkapazität verarbeitet die Lohngießerei zahlreiche Legierungen im Schwerkraft-, Hochdruck- und Niederdruckverfahren. Im Interview berichtet Assistant Production Manager Kenan Pulat, wie Altun Döküm mit Niederdruckguss die Produktqualität steigerte.

Kurtz: Wann erfolgte der erste Kontakt mit Kurtz und Korkmaz Çelik?

 

K. Pulat: Wir haben uns auf der GIFA 2019 kennengelernt. Einige meiner Kollegen und ich trafen uns am Kurtz Stand und informierten uns ausführlich über Technologie und Maschinen. Wir blieben in Kontakt, Korkmaz Çelik kümmerte sich um die Kommunikation in unserer Muttersprache und unterstützte bei technischen Themen.

Kurtz: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Kurtz?

 

K. Pulat: Wir produzieren seit vielen Jahren im Niederdruckgussverfahren. Oft auf veralteten Maschinen. Neue Teileanfragen unserer Kunden veranlassten uns, nach neueren technologischen Systemen zu suchen. Daher die Reise zur GIFA. Die Kurtz Gießereimaschinen haben uns am meisten überzeugt – sie sind technisch auf neuestem Stand, extrem leistungsfähig und haben hervorragende Referenzen. Für die breite Altun-Döküm-Produktpalette musste es eine sehr flexible Gießmaschine sein.

Kurtz: Was musste die Maschine an Ausrüstung mitbringen?

 

K. Pulat: Wir haben dem Korkmaz-Çelik-Team aktuelle und künftige Projekte erläutert. Neben Gussteilen in Kokille, mit und ohne Sandkerne, müssen wir auch komplette Kernpakete im Niederdruckverfahren gießen. Wir haben nach einer Maschine gefragt, die beide Prozesse – Niederdruck-Kokille und Niederdruck-Sand – beherrscht, was ziemlich unüblich ist. Unsere Projekte haben hohe Qualitätsanforderungen, die Losgrößen sind meist gering. Wir gießen sehr schwere Produkte bis 700 kg und sehr leichte Produkte mit nur 0,2 kg. Anhand unserer Projekte hat das Kurtz Team die Maschinenanforderungen ermittelt.

Geschäftsführer Ahmet Altun (re.) und Kenan Pulat vor der neuen Kurtz Niederdruckgießmaschine; Kenan Pulat ist Assistant Production Manager bei Altun Döküm Sanayi A.?. und verantwortlich für die Gussteilproduktion

Geschäftsführer Ahmet Altun (re.) und Kenan Pulat vor der neuen Kurtz Niederdruckgießmaschine; Kenan Pulat ist Assistant Production Manager bei Altun Döküm Sanayi A.S. und verantwortlich für die Gussteilproduktion

Altun Döküm wurde 1977 von Ahmet Altun und Mehmet Altun als Gießerei und Maschinenbau-Unternehmen gegründet und ist in Konya ansässig, einer Stadt südlich von Ankara in Zentralanatolien. Derzeit sind 95 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung beschäftigt. Im Jahr 2016 zog das Unternehmen in eine neue Fabrik mit 20.000 m² Produktions- und Bürofläche um.

 

Kurtz: Welche Maschine wurde es?

 

K. Pulat: Wir haben uns für eine Kurtz Niederdruckgießmaschine entschieden, speziell zugeschnitten auf unsere Bedürfnisse. Unsere erste Kurtz Gießereimaschine verfügt über ein Shuttle-System und ist perfekt geeignet für den Wechseltiegelofen. Wir verwenden viele verschiedene Arten von Legierungen, daher ist ein auswechselbarer Ofen ein großer Vorteil.

 

Wir haben zwei 900-kg-Öfen mit unterschiedlichen Legierungen oder für hocheffizientes Gießen gekauft – also für große Mengen. In einem Ofen wird gegossen, der andere parallel außerhalb der Maschine mit neuem Material vorbereitet. Wir wechseln die Öfen per Kran. Kurtz hat uns mit seiner Kühltechnik und der Genauigkeit seiner Niederdruckregelung überzeugt. Damit können wir Strukturteile, Massivteile und Hohlkörper gießen. Alles, was wir zum Gießen brauchen. Wir können Formen schnell wechseln und alle Gießrezepte auf der Maschine speichern. Wir sind imstande, in kürzester Zeit von einem Produkt zum anderen zu wechseln.

Kurtz: Wie verlief die Projektabwicklung?

 

K. Pulat: Kurtz arbeitet äußerst professionell, angefangen bei der Spezifikation der Maschinenanforderungen über Angebot, Layout, Vorabnahme, Transport, Installation bis zur Schulung. Es gab null Probleme – trotz Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen.

Kurtz: Je nach Projektlage sind die Kurtz Servicemitarbeiter auch mal länger unterwegs. In Ihrem Fall war Kurtz Ost aus Russland eingebunden …

 

K. Pulat: Das russische Team arbeitete perfekt synchron mit dem Team von Altun Döküm. Die Installation wurde pünktlich abgeschlossen und die Tests erfolgreich durchgeführt. Das weltweite Kurtz Ersa-Netzwerk funktioniert sehr gut, die Teams agieren Hand in Hand.

Kurtz: Was ist mit Maschinenservice und Prozessbetreuung?

 

K. Pulat: Wir sind rundum zufrieden. Das Kurtz Team hat alle möglichen und unvorhergesehenen Probleme nach und vor der Installation gelöst. Die Fernwartung war hilfreich, weil wir nachträglich zusätzliche Software-Features haben wollten. Das wurde schnell via Fernwartung realisiert.

Kurtz: Sind Folgeprojekte geplant?

 

K. Pulat: Zunächst wollen wir die Kapazität des Gießens in Bezug auf die Tonnage erhöhen und unsere Gießfähigkeiten verbessern. Bei neuen Projekten wird Kurtz auf jeden Fall erste Wahl sein.

 
 

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